Windows 8 Test – Erste Erfahrung – Installation auf Fujitsu Stylus Q550

Donnerstagmorgen halb-zehn in Deutschland: Die bitpiloten blank starten den Beta-Test von “Windows 8” geleitet und verfasst von Stefan Geschwind – Ihrem Windows-Spezialisten.

Die Erwartungen

Windows soll mit der Version „8“ ähnlich dem mobilen System „WindowsPhone 7“ für die Verwendung auf Touchscreen-Geräten bzw. Geräten mit der möglichen Verwendung von Touch- oder gar Multitouch-Eingabegeräten optimiert werden. Hierzu wird die neue Benutzeroberfläche namens „Metro“ dienen auf der in Kachelform angeordnete Schaltflächen zum Einsatz kommen sollen.

Der „Desktop“ wie er seit „Windows 95“ in Verwendung ist und den letztmalig von Windows 3.11 verwendeten „Programmanager“ abgelöst hat wird lediglich als kleine App verfügbar sein um auch Programme verwenden zu können welche noch nicht auf die neue Oberfläche optimiert wurden.

Somit macht Microsoft nun „ernst“ mit dem was eigentlich schon mit „Windows Vista“ erscheinen sollte – es aber zum damaligen Zeitpunkt nicht zur Marktreife geschafft hat und in frühen Beta-Phasen bereits von der Liste der für die Endversion vorhandenen Features gestrichen hat.

Microsoft möchte zudem verstärkt auf die Verwendung von sogenannten „Cloud-Diensten“ – also Datendiensten aus dem eigenen Hause und von Fremdentwicklern – setzen. Der Fokus und Sinn hierbei ist neben der Verfügbarkeit von Programmen und Dateien auf mehreren Endgeräten auch die Entlastung selbiger.

Der Testkandidat

Fujitsu Stylistic Q550 Premium Tabletblank

  • Intel Atom Z690 (1.7GHz)
  • 1x2GB Arbeitsspeicher
  • 10.1“ WXGA (1280×800) Touchscreen (Induktiv und Kapazitiv)
  • Sierra Wireless Gobi 3000 UMTS-Modul
  • 62 GB SSD FDE
  • Bluetooth/Webcam/WLAN
  • Windows 7 Prof. 32Bit

Der Download

Microsoft hat seit der Veröffentlichung der ersten „Beta“ von „Windows 7“ dazu gelernt und entsprechend hohe Server und Bandbreitenkapazitäten bereitgestellt. Der Download der jeweils ca. 3GB großen ISO-DVD-Abbilder ab dem ersten Versuch lief stabil mit der maximal bei uns möglichen Downloadgeschwindigkeit durch und war somit nach ca. 20 Minuten abgeschlossen.

Die Vorbereitung des Kandidaten

Frei nach unserem Motto „safety first” erfolgt zuerst einmal eine vollständige Sicherung blankdes vorhandenen Daten- und Programmbestandes um im Fehlerfall den Auslieferungszustand in kürzester Zeit wiederherzustellen – schließlich handelt es sich bei der „Consumer Preview“ um eine noch nicht fertige und ggf. fehlerbehaftete Vorabversion.

Hier sei angemerkt, dass es sich um eine „Beta-Version“ handelt. Die Bezeichnung „Consumer Preview“ (Also „Kundenvorschau“) entstand unter anderem dadurch, dass bei Windows 7 die Beta Großteils nicht zum Zweck des Testens und Meldens von Fehlern – im Sinne einer Beta-Version – von den Kunden als vielmehr zum „hineinschnuppern“ verwendet wurde.

 

Die Installation

Wir haben uns bei der Installation für die Variante via DVD entschieden. Microsoft bietet zwar auch die Verwendung von USB-Sticks mittels hauseigener Softwarelösung an jedoch ist dies bei einer Beta „zu viel des Testens“.

„Windows 8“ macht schon bei der Installation deutlich „Ich bin für Touchgeräte“: blankGroße Schaltflächen und bereits im Setup die Unterstützung für Stifteingabe. Nach wenigen Klicks und ca. 20 Minuten später sehen wir die abschließenden Schritte in denen wir schön übersichtlich und sehr leicht verständlich einige Einstellungen vornehmen – oder uns für vorgeschlagene Empfehlungen entscheiden können.

Ebenso wurde der Bootmanager welcher mit Vista eingeführt wurde optisch überarbeitet und verwendet ebenso sehr überraschender Weise die Funktionen des Stiftes.

Einzig der (verständlicher Weise) noch teilweise fehlende Treibersupport ist eine minimale Hürde in der Bedienung. Für fehlende Treiber lassen sich aber problemlos die Versionen für Windows 7 verwenden. Somit läuft das Gerät nach wenigen Neustarts im nahezu vollen Umfang.

Die Verwendung/der Vergleich zu Windows 7

Die Verwendung des neuen Betriebssystems (wenn auch noch nicht fertig) blankist durch und durch auf die Verwendung mit Touchscreen-Geräten optimiert. Die Steuerung der Software erfolgt ebenso schon weitaus präziser als unter Windows 7.

Weitaus komplizierter ist jedoch die Benutzerverwaltung geworden. Hier wird nun zwischen lokalen (also am Rechner existierenden) Konten und Konten aus „Windows Live“ unterschieden.

Bei Konten aus „Windows Live“ wird einmalig nach der E-Mail-Adresse sowie dessen Passwort gefragt. Nach einer einmalig etwas länger dauernden Anmeldeprozedur ist das Grundkonto wie im „Windows Live Messenger“ vorhanden.  Die auf dem Online-Konto hinterlegten Adressdaten und Termine stehen nach einigen Minuten (abhängig von der jeweiligen Internetverbindung) ebenso zur Verfügung wie das Benutzerbild.

blankHier ist deutlich Microsoft‘s angestrebtes Ziel erkennbar – ein „überall-verfügbar-Konto“ zu schaffen da diese Anmeldedaten für sämtliche Microsoftdienste (sofern gebucht) gültig sind und die entsprechenden Informationen zusammengeführt werden.

Der Benutzer bekommt standardmäßig keine administrativen Berechtigungen was durchaus sinnvoll ist. Hier sollte Microsoft jedoch etwas nachbessern da keine Information darüber erfolgt. Erst die Nachfrage nach Administratorrechten bei bestimmten Aktionen zeigt diesen Zustand auf.

Was ich bislang (noch) nicht auffinden konnte ist die mancherorts angekündigte Möglichkeit einen Benutzer vollständig auf einen USB-Stick oder ähnlich auszulagern. Dies sollte laut den entsprechenden Ankündigungen ermöglichen sich mit dem gleichen Benutzer und dessen Einstellungen an anderen Systemen (sofern diese diesem Benutzer entsprechende Erlaubnis geben) anzumelden. Hier ist die Hoffnung aber da, dass entsprechende Funktionalitäten in das Endprodukt einfließen werden.

blankNoch einiges fehlerbehaftet: Neben der kapazitiven Touchscreen-Ansteuerung kann aktuell ebenso die integrierte Webcam noch nicht einwandfrei verwendet werden. Die Chancen, dass dieses jedoch in naher Zukunft seitens der Hersteller durch neue Treiber gefixt wird ist sehr hoch. Ebenso sind manche Benutzer- und Menüführungen noch recht holprig. Aber es sollte nie vergessen werden, dass es sich um eine Vorabversion handelt welche entsprechende Fehler noch beinhalten.

Sicherlich kann man nicht nach einem Tag und auf einem Gerät Testen ein Urteil über das Produkt fällen – jedoch sei abschließend zu diesem Tag und diesem Gerät gesagt, dass uns Großes erwartet. Ich werde das Produkt selbstverständlich weiter testen und bei gefundenen wichtigen Neuerungen entsprechende neue Blogeinträge hinzufügen.