Eine Videokarte - alte Technologie doch aktuell - bitpiloten blog

Diese Woche hatte ich etwas in der Hand, was ich schon seit 10 Jahren nicht mehr gesehen habe. Eine Videokarte welche Composite-Anschlüsse und einen S-Video-Anschluss besitzt. Composite? S-Video?? Diese Begriffe laufen, in Zeiten von Streaming und 4K Auflösung, der breiten Masse nicht mehr so häufig über den Weg. Denn diese alten Anschlussarten wurden im Bereich des Fernsehens und Filmen mit Videokameras genutzt.

Das analoge TV Zeitalter

Fernseher Röhre

Diese Anschlüsse wurden für analoge Video- und Audiosignale genutzt um diese dann auf einem Röhren- oder den ersten Flachfernsehern darzustellen. Typische Quellen waren meistens SAT-Receiver, Videorecorder oder die ersten Spielekonsolen für den Fernseher. Diese Funktionen sind heute digital und werden zum Beispiel über HDMI übertragen oder direkt in einem Fernseher verarbeitet.

Die Anschlüsse

Composite Anschlüsse Analog

Jeder der ein Röhrenfernseher sein eigen nennen konnte, kennt die Composite-Anschlüsse. An diesem schloss man ein Kabel an, welches aus drei Steckern bestand. Ein Gelbes für das reine Videosignal, ein weißer und roter Stecker für das Audiosignal in Stereoqualität. Diese Anschlüsse befanden sich am Ausgabegerät und der Quelle der Signale.

Ein S-Video Anschluss ist ein reiner Anschluss für ein Videosignal. Dieser Anschluss nutze man in Europa meist für spezialisierte Videoanwendungen wie Videokameras genutzt. In den USA war der Anschluss auch für die Sat-Receiver und Konsolen im Gebrauch.

Warum ist die Technik dann noch heute aktuell?

Ultraschallgerät

Bei einem Außentermin war die Videokarte das Hauptthema. Viele medizinische Geräte wurden für einen sehr langen Nutzungszeitraum entwickelt. In diesem Termin ging es um das Ultraschall Gerät einer Arztpraxis. Die Nutzungszeit solcher Geräte beträgt circa 10 bis 15 Jahre oder länger und in der Zeit entwickelt sich die Technologie rasant weiter. Auch hier war das der Fall. Das Ultraschallgerät besitzt nur analoge Videoanschlüsse und kann nur diese Signale ausgeben. Um nun das Bild vom Ultraschall-Gerät größer darzustellen und digital zu speichern, benötigt die Praxis eine Video-Karte für den Computer. Diese wandelt das analoge Signal dann in ein digitales um und der Patient kann, mit Hilfe eines Programmes, auf einen größeren Bildschirm das Ergebnis sehen.

So sind auch heute alte Technologien präsent und ein Thema bei Terminen vor Ort beim Kunden.

bitpiloten ausbildung Marc Grundmeyer

Marc Grundmeyer – I like to DO IT